Gesundheit

Gesundheitsprogramm der EU

Die Europäische Kommission (EK) veröffentlicht alljährlich – üblicherweise im Februar/März eines jeden Jahres – ihren Arbeitsplan und Aufruf im Rahmen ihres Gesundheitsprogramms, das sich von 2008-2013 erstreckt.

Ziele des Gesundheitsprogramms

  • besseren Gesundheitsschutz der Bürger
  • Gesundheitsförderung, einschließlich der Verringerung von Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung
  • die Schaffung und Verbreitung von Informationen und Wissen zu Gesundheitsfragen

Förderprioritäten

Es werden folgende Prioritäten verfolgt:

  • Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit der europäischen Bürger, möglichst gemessen anhand geeigneter Indikatoren wie dem Indikator „gesunde Lebensjahre“
  • Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten in und zwischen den EU-Mitgliedstaaten und Regionen
  • Aufbau der Kapazitäten für Entwicklung und Durchführung wirksamer gesundheitspolitischer Strategien, insbesondere in Gebieten, in denen hoher Bedarf besteht
  • Beteiligung neuer (nicht traditioneller) Akteure im Gesundheitsbereich an nachhaltigen, kooperativen und ethisch unbedenklichen Maßnahmen, sowohl auf regionaler oder lokaler Ebene als auch über beteiligte Länder hinweg. Dies umfasst den öffentlichen Dienst, die Privatwirtschaft und Beteiligte aus der Zivilgesellschaft im weiteren Sinne, deren primäre Ziele sich nicht auf die öffentliche Gesundheit beschränken (beispielsweise in den Bereichen Jugend, ethnische Gruppen und anderen Bereichen des öffentlichen Interesses wie Umwelt und Sport)

Förderbare Maßnahmen

2009 können unter anderem folgende Maßnahmen im Bereich Ernährung und körperliche Betätigung unterstützt werden:

  • Förderung der körperlichen Bewegung durch Infrastruktur und gesunde Lebensführung, urbane/regionale Planung und bessere Nutzung der Umwelt unter besonderer Berücksichtigung von Kindern und Jugendlichen: Förderung und Weitergabe bewährter Verfahren auf lokaler/regionaler Ebene
  • Erstellung eines EU-weiten Überblicks über die verschiedenen Arten lokaler Ansätze zur Verringerung der Adipositas im Kindesalter, einschließlich Initiativen in Schulen
  • Förderung der europäischen Vernetzung im Bereich der körperlichen Bewegung

Förderkriterien

Alle Projekte sollten einen hohen europäischen Mehrwert bieten, innovativ sein und in der Regel nicht länger als drei Jahre laufen. Erfolgreiche Vorschläge sollten sich auf Aspekte des Gesundheitswesens konzentrieren, die nicht auf nationaler Ebene erreicht werden. Sie sollten europaweit signifikante Auswirkungen sicherstellen.

Finanzierung

Für die Periode von 2008 bis 2013 stehen 321 Millionen Euro zur Förderung von Projekten zur Verfügung. Die EK unterstützt Projekte mit einem maximalen Kofinanzierungsanteil von 60 % (in begründeten Ausnahmefällen bis zu 80 %).

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen über das EU-Gesundheitsprogramm können im Förderkompass gefunden oder über folgende Adresse abberufen werden:
http://ec.europa.eu/health/ph_programme/health_programme_de.htm


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