Top-Förderer des österreichischen Spitzensports
Unser Heer: Schutz und Hilfe für das Land – Unterstützung und Hilfestellung für den Spitzensport! Das österreichische Bundesheer ist zusätzlich zu seinen vielseitigen Aufgaben auch noch Top-Förderer des österreichischen Spitzensports. Durch ein hoch effizientes Fördermodell, das das Bundesheer in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Bundes-Sportorganisation umsetzt, haben jährlich 150 Sportler die Möglichkeit, den Grundwehrdienst als Profisportler zu absolvieren. Weitere 192 Athletinnen und Athleten können im Rahmen von Dienstverträgen bis zu 15 Jahren Gesamtdienstzeit wirtschaftlich und sozial abgesichert auf höchstem Niveau trainieren.
Und so funktioniert das auch international viel beachtete Konzept: Sportlerinnen und Sportler, die in ihren Disziplinen zur österreichischen (Nachwuchs) Elite zählen, können gereiht vom zuständigen Sportfachverband an die BSO gemeldet werden. BSO und HSZ entscheiden – quer über alle Sportarten – nach Leistungs- und Prognosekriterien, wer tatsächlich in die Sportförderung des Heeres aufgenommen wird. Grundsätzlich sind alle wehrfähigen Athletinnen und Athleten, die ihren Sport in einem der österreichischen Bundes-Sportorganisation angehörenden Fachverband auf Spitzenniveau erfolgreich ausüben, förderungswürdig. Die Präferenz des Heeres geht allerdings in Richtung olympische Einzel-Sportarten.
Nach einer vierwöchigen militärischen Basisausbildung werden die Sportlerinnen und Sportler ins Heeres-Sportzentrum versetzt. Dort absolvieren sie eine Athletenbetreuungswoche, ehe sie als SpitzensportlerIn für Land und Heer in den Dienst gestellt werden. Nach dem Ausbildungsdienst für Frauen (12 Monate) bzw. dem Grundwehrdienst für Männer (6 Monate) besteht die Möglichkeit einer Weiterverpflichtung als Militärperson auf Zeit, die allerdings internationale Spitzenklasse und das entsprechende Expertenurteil von einer Kommission aus Vertretern des HSZ, der BSO und des jeweiligen Bundes-Fachverbandes voraussetzt. Weiterführende Informationen finden sie unter
www.bundesheer.at/sport/ls.shtml
Für zeitverpflichtete Spitzensportlerinnen und Spitzensportler stehen zusätzlich spezielle berufliche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Das österreichische Bundesheer ist seit 1958 als Mitglied des Internationalen Militärsportverbands (CISM) tätig. Im Rahmen des CISM werden internationale Wettkämpfe der Heeressportlerinnen und Heeressportler ausgetragen.
Das Heeressportzentrum ist neben der Athletenbetreuung im Zuge der Spitzensportförderung auch für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Sportfachpersonal sowie für die Unterstützung der heeresinternen Akademien und Schulen bei der Durchführung der Körperausbildung in Kooperation mit den Österreichischen Bundes-Sportakademien verantwortlich.
Die Aufgaben des Heeressportzentrums sind:
Leistungssportförderung
- Athletenbeurteilung und Mitwirkung in der Auswahl für Aufnahme und Weiterverpflichtung,
- Führung der Schwerpunktsportarten,
- Betreuung der Sportarten der Bundes-Sportorganisation,
- Organisation von und Entsendung zu Veranstaltungen des Internationalen Militärsportverbands (CISM - Conseil International du Sport Militaire).
Sportausbildung im Bundesheer
- Zentrale Aus-, Fort- und Weiterbildung von Sportfachpersonal,
- Unterstützung der heeresinternen Akademien und Schulen bei der Durchführung der Körperausbildung,
- Fit-Seminare,
- Betreuung und Beratung in sportwissenschaftlichen Bereichen sowie Weiterentwicklung, Dokumentation und Umsetzung sportwissenschaftlicher Erkenntnisse.
Erarbeitung sportwissenschaftlicher Grundlagen
- Einsatzbezogene Sportausbildung,
- Spezielle Bereiche des Leistungssports,
- Erreichung und Erhaltung einer Mindestfitness für alle Soldaten,
- Weiterentwicklung, Dokumentation und Umsetzung sportwissenschaftlicher Erkenntnisse.
Öffentlichkeitsarbeit
- Bewusstseinsbildung in Bezug auf Sport insgesamt,
- Heeres-Leistungssport,
- Sportausbildung,
- Heeres-Sportwissenschaft,
- Wettkampftätigkeit.
Basisinformation Spitzensportlerinnen im Österr. Bundesheer
- Zugang zum ÖBH ist seit 1998 möglich.
- Mit dem ersten Einrückungstermin 01. Juli 1998 wurden 8 Sportlerinnen aufgenommen. Seit dieser Zeit konnten 144 Sportlerinnen die Förderung des ÖBH in Anspruch genommen.
- Derzeit sind 63 Sportlerinnen im Stand des HSZ.
- In Summe 1/3 des Förderumfangs des ÖBH.
- Die Einrückungstermine wurden wie bei den Männern sportartspezifisch mit den BFV und der BSO akkordiert und jeweils mit Juli und Oktober festgelegt.
- Zusätzlich gibt es für Mannschaftssportarten den Einrückungstermin Jänner.

