Die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) ist die Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports in Österreich.

Ehrenkodex und Strafregisterbescheinigung

Die BSO rät allen Sportorganisationen, Sportvereinen und Sportverbänden, sich von TrainerInnen und Personen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, eine Strafregisterbescheinigung vorlegen zu lassen. Darüber hinaus kann ein Ehrenkodex erarbeitet und von allen in der Organisation tätigen Personen unterzeichnet werden.

Die Vorlage von Strafregisterbescheinigung und Unterschrift eines Ehrenkodexes selbst stellen zwar keine Garantie für die Einhaltung des Kinder- und Jugendschutzes dar, werden aber in allen Präventionskonzepten als wichtige präventive Maßnahme und erste Barriere für potentielle TäterInnen gesehen. Weitere Maßnahmen, die Sportorganisationen treffen können, um ein sicheres Sportumfeld zu schaffen, können sein: Schulung von FunktionärInnen und TrainerInnen, Implementierung von Ansprechpersonen, Information über Beratungseinrichtungen, Schutzkonzepte, bauliche Maßnahmen (getrennte Garderoben und Nassräume). Die Handreichung "Für Respekt und Sicherheit. Gegen sexualisierte Übergriffe im Sport" gibt zahlreiche Hinweise dazu.

Ehrenkodex

Ein Ehrenkodex fasst zusammen, welche ethischen Grundsätze die Arbeit mit Menschen in der Organisation leiten. Durch die Unterschrift bekräftigen Personen, sich aktiv und persönlich für dieses Anliegen einzusetzen.

Der im Rahmen der Handreichung "Für Respekt und Sicherheit" zur Verfügung gestellte Ehrenkodex für TrainerInnen und InstruktorInnen kann in dieser Form genutzt werden oder als Anregung für die Entwicklung eines eigenen Ehrenkodexes dienen.

Download PDF unter www.100sport.at: www.100sport.at/de/fuer-respekt-und-sicherheit/download/docdown-gegen-sexualisierte-gewalt2-QI2.7RfMctJdE

Strafregisterbescheinigung

Die Strafregisterbescheinigung (früher: Leumunds-, Führungs-, Sittenzeugnis) gibt Auskunft über die im Strafregister eingetragenen Verurteilungen einer Person bzw. darüber, dass das Strafregister keine solche Verurteilung enthält.

Besonders wenn es bei der beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit zu direktem und regelmäßigem Kontakten mit Kindern kommt, sollte auch eine "Strafregisterbescheinigung Kinder- und Jugendfürsorge" verlangt werden. Diese gibt darüber Auskunft, ob Verurteilungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung und damit zusammenhängende Einträge wie gerichtliche Tätigkeitsverbote im Strafregister eingetragen sind oder nicht. Sie kann beantragt werden, wenn eine entsprechende Bestätigung der Organisation vorliegt.

Ablauf

Die Strafregisterbescheinigung und die "Strafregisterbescheinigung Kinder- und Jugendfürsorge" kann nur von der betreffenden Person auf ihren Antrag hin ausgestellt werden.

Zuständige Stelle: Landespolizeidirektion (LPD) oder Polizeikommissariat (PK) bzw. Bürgermeister/Magistrat, wenn es keine LPD oder kein PK in der Stadt/Gemeinde gibt.

Erforderliche Unterlagen

  • Antragsformular (PDF-Download unter www.help.gv.at)
  • Amtlicher Lichtbildausweis als Identitätsnachweis
  • Nachweis über Staatsangehörigkeit für Angehörige eines anderen EU-Mitgliedstaates
  • Nachweis früher geführter Namen (z.B. Heirats-, Scheidungs-, Adoptionsurkunde)
  • Bestätigung der Organisation (Sportverein, Sportverband) für die „Strafregisterbescheinigung Kinder- und Jugendfürsorge“ (PDF-Download unter www.help.gv.at)

Kosten

Wenn die Strafregisterbescheinigung und die "Strafregisterbescheinigung Kinder- und Jugendfürsorge" mit Bestätigung einer Organisation zugleich beantragt werden, fällt nur die Verwaltungsabgabe von 2,10 € an.

Informationen zu Strafregisterbescheinigung: Stand November 2017, www.help.gv.at