Die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) ist die Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports in Österreich.

MultiplikatorInnen

MultiplikatorInnen als Ansprechpersonen im Verband

Ein wichtiger Schritt in der Prävention von sexualisierter Gewalt und Missbrauch im Sport ist die Implementierung von MultiplikatorInnen im Verband. Sie sollen dort als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung stehen und die Prävention sexualisierter Gewalt angemessen in den Strukturen des Verbands/Vereins verankern. Diese MultiplikatorInnen sind Teil des Verbands, arbeiten im Auftrag dessen und stimmen sich bei Bedarf mit dem Vorstand ab. In bestimmten Fällen (z. B. wenn Verdachts-/Anlassfälle an die MultiplikatorInnen gerangetragen werden) kann es gerechtfertigt sein, dass der/die MultiplikatorIn sich nicht mit dem Verband abstimmt, bevor er/sie weitere Schritte einleitet.

Aufgaben der MultiplikatorInnen

Die zentrale Aufgabe der MultiplikatorInnen ist die Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung aller im Sport beteiligten Personen für einen respektvollen Umgang miteinander. Sie dienen somit als Kontaktstelle für VereinsfunktionärInnen, TrainerInnen, Eltern, SportlerInnen und externe Stellen.

Zu den Aufgaben der MultiplikatorInnen zählen daher:

  • Eigenes Wissen zum Thema erweitern und in den eigenen Strukturen weiter vermitteln
  • Koordinierung der Präventionsmaßnahmen im Verband/Verein
  • Zusammenarbeit mit den Bundes- und Landesverbänden und Vereinen
  • Verbandsübergreifende Vernetzung und gegenseitige Unterstützung
  • Vernetzung mit 100% Sport und anderen externen Stellen
  • Vernetzung mit Beratungs- und Hilfsorganisationen vor Ort
  • Beratung von Vereinen zu Präventionsmaßnahmen
  • Unterstützung bei der Organisation von Informationsveranstaltungen
  • Vermittlung entsprechend geschulter ReferentInnen
  • Möglicherweise Kontaktpersonen im Anlassfall und Vermittlung an die entsprechenden Stellen

Folgende Aufgaben müssen diese MultiplikatorInnen NICHT leisten:

  • Krisenintervention
  • Betreuung von Betroffenen im Verdachtsfall: Dies muss unbedingt durch ExpertInnen von außen erfolgen.
  • Langfristige Betreuung von Betroffenen (betroffene SportlerInnen, deren Familien, betroffene Vereine etc.): Dies wird von dazu ausgebildeten ExpertInnen übernommen.
  • Angebot von flächendeckenden Schulungen: Nach entsprechender Vernetzung kann hier zusammengearbeitet werden mit MultiplikatorInnen und ExpertInnen von Fachstellen, anderen Verbänden oder 100% Sport.
  • Vertrauensperson für alle AthletInnen und SportlerInnen sein: Das ist nicht notwendig und auch nicht möglich. Jedes Kind/jede/r Jugendliche soll seine persönliche Vertrauensperson haben, diese kann sich dann aber an die MultiplikatorIn im Verband wenden.

Schulung der MultiplikatorInnen

In gemeinsamen Ausbildungen werden die MultiplikatorInnen verbandsübergreifend geschult und auf ihre Aufgaben in den Verbänden auf Bundes- und Landesebene vorbereitet.
Über Fortbildungs-Termine wird auf der Website von 100% Sport informiert: http://www.100sport.at/de/fuer-respekt-und-sicherheit/termine2

Einige Verbände haben bereits MultiplikatorInnen geschult und implementiert: