Die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) ist die Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports in Österreich.

PSG-Maßnahmen in Sportorganisationen

Zahlreiche Sportorganisationen haben bereits seit Jahren Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt implementiert oder nutzen seit 2017 die Unterlagen von BSO und 100% Sport und setzen diese auf unterschiedlichen Ebenen ihrer Strukturen um.
Die nachfolgende Auflistung zeigt Beispiele einzelner Österreichischer Sportverbände. Viele Organisationen setzen mehrere Maßnahmen um, die Auflistung ist daher beispielhaft und nicht vollständig.

Die BSO arbeitete 2017 ein 5-Punkte-Programm aus, das 2018 zur Umsetzung kam und auch 2019 fortgesetzt werden soll. Neben der Unterstützung der Mitgliedsverbände durch Schulungen und Materialien wurde ein Fokus auf die Vernetzung mit Opferschutzorganisationen gelegt und mit dem Kinderschutzzentrum „die möwe“ eine Kooperation geschlossen: www.bso.or.at/praevention

Die drei Sportdachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION haben im Jahr 2018 MultiplikatorInnen in allen Bundesländern geschult. Die Kontaktdaten sind jeweils über die Homepage abrufbar.

Der ASVÖ erarbeitet mit dem Projekt „Mit Respekt“ gezielt Maßnahmen gegen sexualisierte Übergriffe im Sport und trägt diese Schritt für Schritt in die Vereine des ASVÖ. Der Verband arbeitet hierfür eng mit der entsprechenden AG von 100% Sport zusammen: www.asvoe.at/de/richtig-fit3/projekte/mit-respekt

Die SPORTUNION hat mit 1. Juni 2018 einen Ehrenkodex einstimmig beschlossen. Im Artikel 6 der Satzung wird die Unterzeichnung dieses Kodex von FunktionärInnen, TrainerInnen und ÜbungsleiterInnen vorgeschrieben: https://sportunion.at/files/doc/Downloads/20180604_Ehrenkodex-SPORTUNION.pdf

Die ASKÖ bietet unter anderem TrainerInnen-Workshops für Respekt und Sicherheit gegen sexualisierte Übergriffe im Sport an: www.askoe.at/de/fit-gesundheitssport/respekt-und-sicherheit-im-sport/articlearchivshow-respekt-und-sicherheit-trainerinnen-workshop

Der American Football Bund Österreich hat einen Verhaltenskodex und Verhaltensregeln für Coaches und Mitarbeiter erarbeitet und stellt diese gemeinsam mit dem Regelwerk des AFBÖ als Download zur Verfügung: http://football.at/american-football/downloads/verband/ bzw. https://drive.google.com/file/d/1P8cY8pIm9BgGosdsbsF229CbnTc1xpr_/view

Der Österreichische Badmintonverband hat im Februar 2018 die Trainerordnung um einen Ehrenkodex erweitert: www.badminton.at/files/ordnungen/TrO_ANLAGE_III_Ehrenkodex_3.2.2018.pdf

Der Österreichische Bundesfachverband für Kick- und Thaiboxen hat Verhaltensregeln und Maßnahmen gegen den Missbrauch oder unsittlicher Belästigung von minderjährigen SportlerInnen erarbeitet und auf der Homepage veröffentlicht: www.kickboxen.com/downloads/Jugendschutz.pdf

Der Österreichische Eisschnelllauf Verband hat bereits seit 2008 einen Ehrenkodex als integrierenden Bestandteil seines OeESV Statuts: www.austrian-ice-racers.com/files/doc/Regeln/20150510_OESV_Ehrenkodex.pdf

Der Österreichische Fechtverband hat mit 5. Oktober 2018 einen Paragraphen zur „Bekenntnis für Respekt und gegen Gewalt“ in seine Statuten aufgenommen: www.oefv.com/de/der-oefv/satzungen

Der Österreichische Handballbund informiert auf seiner Website in einer eigenen Rubrik über das Thema und verweist auf externe Hilfseinrichtungen: www.oehb.at/de/infos-service/respekt-und-sicherheit

Der Österreichische Judoverband hat neben seinen zwei Vertrauenspersonen, von welchen die Kontaktdaten auf der Homepage unter www.oejv.com/kontakt/hilfe-bei-missbrauch/ zu finden sind, einen Ehrenkodex erarbeitet: www.oejv.com/wp-content/uploads/2018/06/Ehrenkodex_allg.pdf. Weiters wird auf Beratungsstellen für Betroffenen auf der Homepage verwiesen.

Der Österreichische Karatebund informiert auf seiner Website über das Thema, stellt die Ansprechpersonen mit Foto vor und informiert über die Regelungen im Verband sowie bietet einige Downloads für seine Vereine: https://karate-austria.at/de/respekt-sicherheit

Der Österreichische Leichtathletik Verband hat am im März 2018 mit § 11 einen Verhaltenskodex in seine Satzung mitaufgenommen: www.oelv.at/de/service/downloads/docdown-satzungen-und-ordnungen-WVesyRjV8SafI

Der Österreichische Schachbund hält in seinem Leitbild fest, von allen TrainerInnen und FunktionärInnen einen Ehrenkodex und eine Strafregisterbescheinigung „Kinder- und Jugendfürsorge“ einzuholen: www.chess.at/schachbund/leitbild.html

Der Österreichische Segel-Verband hat die Aufnahme der Bekenntnis zur Integrität im Sport sowie die Bekenntnis für Respekt und gegen Gewalt und Gleichbehandlung in seine Satzung beschlossen und stellt die Formulierungen seinen Mitgliedsvereinen und -clubs zur Verfügung: www.segelverband.at/de/service/downloadbereich/vorlagen-fuer-satzungen-und-statuten/bso-satzungsvorschlag-gender

Der Österreichische Skiverband hat Anfang des Jahres 2018 drei externe ExpertInnen-Teams beauftragt, darunter auch eine Anlaufstelle für Verdachts- und Anlassfälle, um die Strukturen des Verbands zu analysieren und Präventionsansätze für Schulen/Internate auszuarbeiten. In Folge wurde eine entsprechende Formulierung in die Satzung aufgenommen und u.a. eine dauerhafte Ombudsstelle eingerichtet, die TrainerInnen-Ausbildung entsprechend überarbeitet und es wird enger mit den Schulen zusammengearbeitet: www.oesv.at/news/experten/ bzw. www.oesv.at/der-osv/struktur/

Der Österreichische Tennisverband bietet auf seiner Website umfassende Information zu Ansprechpersonen für Beratung für Vereine und Betroffene: www.oetv.at/oetv/beratung.html

Der Österreichische Volleyball Verband hat neben entsprechenden Schulungen zum Thema einen Ehrenkodex für alle Trainerinnen und Trainer in Schulen, Vereinen, Landesverbänden sowie allen anderen Orten, in denen Volleyball gespielt wird, implementiert: www.volleynet.at/oevv-ehrenkodex/

Das Österreichische Olympische Comité hat seine Richtlinien entsprechend adaptiert und z.B. eigens für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang Vertrauens- und Ansprechpersonen eingerichtet, die vor Ort und auch per WhatsApp den AthletInnen (und BetreuerInnen, TrainerInnen etc.) rund um die Uhr zur Verfügung standen.

(Die Liste wird laufend erweitert.)