Die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) ist die Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports in Österreich.

Freizeitpädagogik/Sport und Bewegungscoach

Bereits 2011 wurde an den Pädagogischen Hochschulen (PH) der Hochschullehrgang „Freizeitpädagogik“ geschaffen; FreizeitpädagogInnen können neben LehrerInnen und ErzieherInnen im Freizeitteil an Schulen eingesetzt werden. Die gesamte Ausbildung an einer PH umfasst 60 ECTS an Theorie- und Praxiseinheiten zu Themen wie Schulrecht, soziales Lernen, Pädagogik sowie Musik, Kreativität und Bewegung. Um den Forderungen des Sports nach attraktiveren Angeboten für Schulkooperationen nachzukommen, wurden im Juni 2015 zwei Verordnungen erlassen zur schulischen Freizeitbetreuung (BGBl. II Nr. 159/2015) und zur Freizeitpädagogik-Anrechnung (BGBl. II Nr. 158/2015). Damit werden die Berufsbilder „Bewegungscoach“ und „Freizeitpädagoge/in mit Schwerpunkt Sport“ gesetzlich verankert und eine neue Zugangschance für Sportvereine in die (ganztägig geführten) Schulen geschaffen. Die Verordnungen regeln die Anrechnung von Ausbildungen des Sports auf den Freizeitpädagogik-Lehrgang und somit eine Spezialisierung der Freizeitpädagogik-Ausbildung mit Schwerpunkt Sport:

·         Um als Freizeitpädagoge/in mit Schwerpunkt Sport tätig werden zu können, ist z. B. eine TrainerInnen-Ausbildung mit Mindeststundenanzahl von 227 Stunden nachzuweisen und die Module „Schulrechtliche Grundlagen“, „Freizeitpädagogische Grundlagen“ und „Diversität“ zu absolvieren. Diese Personen können in allen Bereichen der Freizeitbetreuung ganztägiger Schulformen eingesetzt werden, besonders bei bewegungs- und sportbezogenen Elementen der Freizeitbetreuung.

·         Als Einstiegsmöglichkeit in die Schulbetreuung wurde der Bewegungscoach eingeführt. Neben dem Nachweis sportlicher Qualifikationen (z. B. InstruktorInnen- oder TrainerInnen-Ausbildung im Ausmaß von mindestens 200 Stunden) sind die Module „Schulrechtliche Grundlagen“ und „Freizeitpädagogische Grundlagen“ zu absolvieren. Diese Personen können für die bewegungs- und sportbezogene Freizeitbetreuung eingesetzt werden.

Die zusätzlich zu absolvierenden Module (im Umfang von jeweils mindestens 5 ECTS) wurden im Frühjahr 2016 erstmals an der BSPA Wien und der BSPA Innsbruck von den jeweiligen PHs angeboten.

 

 

Bewegungscoach

Freizeitpädagoge/in mit Schwerpunkt Sport

Einsatzbereich im Freizeitteil ganztägig geführter Schulformen

Einsatz in der bewegungs- oder sportbezogene Betreuung von SchülerInnen im Freizeitteil ganztägiger Schulformen

Einsatz in allen Bereichen der Freizeitbetreuung ganztägiger Schulformen, besonders bei bewegungs- oder sportbezogenen Elementen.

Qualifikation aus dem Bereich „Bewegung und Sport“

Bachelorstudium (Lehramt) im Unterrichtsfach „Bewegung und Sport“ oder Bachelorstudium „Sport- und Bewegungswissenschaften“: Absolvierte Pflichtmodule im Ausmaß von mindestens 30 ECTS-Credits.

ODER

Lehrgang zur Ausbildung von InstruktorInnen, TrainerInnen sowie LehrerInnen in einer Sportart an den Bundessportakademien: Absolvierte Mindestausbildungsdauer 200 Stunden.

ODER

Erfolgreicher Abschluss einer Schule mit sportlichem Schwerpunkt sowie zusätzlich Lehrgang zur Ausbildung von InstruktorInnen, TrainerInnen sowie LehrerInnen an einer Bundessportakademie im Ausmaß von mindestens 150 Stunden.

Bachelorstudium (Lehramt) im Unterrichtsfach „Bewegung und Sport“ oder Bachelorstudium „Sport- und Bewegungswissenschaften“: Absolvierte Pflichtmodule im Ausmaß von mindestens 45 ECTS-Credits.

ODER

Lehrgang zur Ausbildung von TrainerInnen an den Bundessportakademien: Absolvierte Mindestausbildungsdauer 227 Stunden.

ODER

Lehrgang zur Ausbildung von SportlehrerInnen an den Bundessportakademien: Erfolgreicher Abschluss des 2. Semesters.

Die Anrechnung anderer Ausbildungen aus dem Bereich „Bewegung und Sport” ist im Einzelfall zu prüfen.

Zu besuchende Module

·       Rechtliche Grundlagen

·       Freizeitpädagogische Grundlagen

·       Rechtliche Grundlagen

·       Freizeitpädagogische Grundlagen

·       Diversität

In beiden Fällen ist ein Erste-Hilfe-Kurs mit einer Mindestausbildungsdauer von 16 Stunden nachzuweisen.

Abschluss

Teilnahmebestätigung über die abgeschlossenen Module

Diplom über den Abschluss der Ausbildung zum Bewegungscoach

Diplom „Akademische/r Freizeitpädagoge/in mit Schwerpunkt Sport“

Zuständigkeit für die Anstellung

Schulerhalter (Bund, Land, Gemeinde oder privat)

 

Links

Österreichische Bundessportakademien (BSPA): http://www.bspa.at/

Bewegung und Sport in den Schulen Österreichs (Bildungsministerium): http://www.bewegung.ac.at/ (u. a. Download Folder)

Liste der Pädagogische Hochschulen in Österreich: https://www.ph-online.ac.at/

Gesetzliche Regelungen

 

Ausbildung zum Bewegungscoach und Freizeitpädagogen mit Schwerpunkt Sport

InstruktorInnen und TrainerInnen können sich unter gewissen Voraussetzungen (siehe oben) ihre Ausbildung anrechnen lassen und mit der Ausbildung zum Bewegungscoach bzw. zum/zur FreizeitpädagogIn mit dem Schwerpunkt Sport die Qualifikation erlangen, um in der Freizeitbetreuung an ganztägigen Schulformen tätig werden zu können.

Im März 2016 starteten an der BSPA Wien und der BSPA Innsbruck die ersten Spezial-Ausbildungen. 2017 wird die Ausbildungen zum Bewegungscoach sowie zum/zur FreizeitpädagogIn mit dem Schwerpunkt Sport in Wien, Tirol, Oberösterreich und der Steiermark angeboten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BSPA.

KR Peter Kleinmann, BSO-Präsident Herbert Kocher, BM Mag. Gerald Klug, BM Gabriele Heinisch-Hosek, BSPA Wien-Direktor Mag. Hermann Wallner und ASKÖ-Präsident Abg.z.NR Hermann Krist geben den Startschuss für die Anmeldung zur Ausbildung zum Freizeitpädagogen/zur Freizeitpädagogin mit Schwerpunkt Sport. Wien, 27.11.2015. Foto: HBF/Minich