Sport und Wirtschaft

Nur wenigen ist bewusst, dass Sport in seiner Gesamtheit, insbesondere in Österreich, ein enormer Wirtschaftsfaktor ist. Nach einer Studie der SportsEconAustria beträgt die Bruttowertschöpfung des österreichischen Sports im engeren Sinn (Betrieb von Sportanlagen, TrainerInnen, sonstige Dienstleistungen wie z. B. PlatzwartIn sowie alle für die Sportausübung erforderlichen Inputs  wie z. B. Sportartikelherstellung und -handel) € 5,6 Mrd. – das sind 2,55 % der gesamt österreichischen Bruttowertschöpfung. Zum Vergleich: die Land- und Forstwirtschaft trägt nur 1,71 %, die Energie- und Wasserversorgung nur 2,36 % zur österreichischen Wirtschaftsleistung bei.

Zählt man alle weiteren Güter und Dienstleistungen mit Sportbezug dazu (Sportstättenbau, Sportberichterstattung, Sportwetten, Verkehr zu und von Sportstätten usw.), spricht man von Sportwirtschaft im weiteren Sinn mit einer Bruttowertschöpfung von € 16,4 Mrd. – dies entspricht 7,49 % der Bruttowertschöpfung.

Besonders beeindruckend sind die Zahlen der Beschäftigten im Sportsektor: 3,02 % der österreichischen Erwerbstätigen sind im Sport im engeren Sinn beschäftigt. Das sind um ca. ein Viertel mehr Personen als im ganzen Burgenland in allen Branchen Beschäftigung finden. Im weiteren Sinn beschäftigt der Sport sogar 333.000 Menschen (8,72 %), die unzähligen ehrenamtlichen FunktionärInnen und MitarbeiterInnen nicht mitgerechnet.

Bei der ersten EU-Konferenz zum Thema Sport-Statistik, welche im März 2011 in Brüssel abgehalten wurde, hat Direktor Christian Helmenstein von der SportsEconAustria einen vielbeachteten Beitrag zur Berechnung der Wertschöpfung im Sport mittels „Satellite Accounts“ (eine volkswirtschaftliche Methode zur Berechnung komplizierter Sachverhalte) geleistet.

Die SportsEconAustria hat, nachdem sie führend bei der Erstellung der „Vilnius Definition of Sport“  (europaweite einheitliche Basis für die Kalkulation von nationalen Sportsatellitenkonten) mitwirkte, auch den Auftrag zur Erstellung einer Studie über den Beitrag von Sport zum ökonomischen Wachstum und zur Beschäftigung in der EU erhalten.

Wirtschaftsstudien der BSO in Sportverbänden

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