Die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) ist die Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports in Österreich.

GewinnerInnen 2012

Strahlende Awards für strahlende Vorbilder – die Cristall Gala 2012

Foto: RGE-Photo

Auch dieses Jahr war es wieder soweit! Die Österreichische Bundes-Sportorganisation ehrte am 9. November 2012 bei der BSO Cristall Gala im Studio 44 – Haus der Lotterien jene Menschen, die ihre Zeit, ihr Engagement und ihre Kompetenz in den Dienst des Sports stellen. Mit Cristallen aus dem Hause Swarovski ausgezeichnet wurden die Top-Funktionärin und der Top-Funktionär, der Top-Sportverein, der/die Top-TrainerIn, das Top-Frauenpower-Projekt sowie der/die Top-SportbotschafterIn. Die geehrten Persönlichkeiten bzw. Institutionen dienen hinter den Kulissen als Motor des Sportes – und auch sie sollen einmal am Siegerpodest stehen dürfen!

Die begehrten Cristalle gingen dieses Jahr an den HC Alpla Hard (Handball) in der Kategorie Top-Sportverein 2012, an Johann Hörzer (Steirischer Skiverband) in der Kategorie Top-Funktionär 2012, an Isabel Hochstöger (Fußball) in der Kategorie Top-Funktionärin 2012 und an das Top-Frauenpower-Projekt 2012 „frau – aktiv – vernetzt“ (ASVÖ/SPORTUNION Burgenland).

Zum Top-Trainer 2012 bei der BSO Cristall Gala wurde Philipp Unfried, Trainer von Hürdenläuferin und Olympia-Finalistin Beate Schrott, gekürt. Der 35-Jährige St. Pöltner führte Beate Schrott in nur 8 Jahren von der U16-Klasse in das 100m Hürden Olympiafinale in London.

Sportbotschafter 2012 darf sich Sigi Bergmann, österreichischer Boxexperte sowie langjähriger ORF-Sportmoderator, nennen. Die Sportlegende moderierte 17 Jahre lang die Sendung Sport am Montag und an die 3500 Boxkämpfe, mehr als jeder andere im deutschsprachigen Raum.

Für BSO-Präsident Wittmann ist die Cristall Gala immer ein besonderer Moment: "Es freut mich sehr, dass an diesem Abend jene Menschen ins Rampenlicht rücken, die großen Anteil am Sport in Österreich haben aber oft unscheinbar sind. Ich möchte mich bei allen engagierten Menschen bedanken, die auch 2012 den Sport vorangetrieben haben!"

300 Gäste aus Sport, Wirtschaft, Medien, Politik und Gesellschaft, durch den Abend geführt von Michael Berger (ORF), freuten sich gemeinsam mit den GewinnerInnen des Galaabends. Zusätzliches Highlight der 14. BSO Cristall Gala war der Auftritt der Rounder Girls.

 

 

Die SiegerInnen im Detail

 

Top-Trainer 2012: Philipp Unfried

Zum Top-Trainer 2012 bei der BSO Cristall Gala wurde Philipp Unfried, Trainer von Hürdenläuferin und Olympia Finalistin Beate Schrott, gekürt. Der 35 Jährige St. Pöltner führte Beate Schrott in nur 8 Jahren von der U16-Klasse in das 100m Hürden Olympiafinale in London. Neben den herausragenden Erfolgen mit Beate Schrott betreut Philipp Unfried mit Marc Digruber (Ski Alpin), Stefanie Pichler (Klettern), Robert Ofensberger (Bob) und Gloria Neunteufel (Tennis) vier weitere erfolgsversprechende Athletinnen und Athleten. Dank Unfried hat der Österreichische Leichtathletikverband auch in Zukunft große Medaillenchancen.

 

Sportbotschafter 2012: Sigi Bergmann

Dr. Sigi Bergmann, österreichischer Boxexperte sowie langjähriger ORF Sportmoderator, wurde 2012 als Top-Sportbotschafter bei der BSO Cristall Gala geehrt. Der ausgebildete Lehrer begann seine journalistische Karriere 1960 und wechselte 1968 als angestellter Redakteur zum Österreichischen Rundfunk wo er von 1969 bis 1974 das Sportmosaik präsentierte. Ab 1975 moderierte Bergmann 17 Jahre lang und 819 Mal die Sendung Sport am Montag. Während seiner langen Zeit beim ORF moderierte er zudem an die 3500 Boxkämpfe, mehr als jeder andere im deutschsprachigen Raum, wobei er alle großen Kämpfe von Muhammad Ali kommentieren durfte. Trotz Pension ließ es sich Bergmann 2012 nicht nehmen um die Boxkämpfe der Olympischen Spiele in London für den ORF zu kommentieren.

 

Top-Frauenpower-Projekt 2012: „frau – aktiv – vernetzt“

Die Gewinner in der Kategorie „Frauen Power Award“, das Projekt „frau – aktiv – vernetzt“ des ASVÖ und der SPORTUNION Burgenland, haben es sich zum Ziel gesetzt, die Herausforderung des Gendermainstreamings im organisierten Sport an die Öffentlichkeit zu transportieren. Dieser Award ist somit auch ein symbolisches Danke an alle ehrenamtlich tätigen Frauen. Gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, das ist die Philosophie, die sich bereits im Namen des Vereins widerspiegelt. Erstmals arbeiten in diesem Fall auch die zwei Sport-Dachverbände ASVÖ und SPORTUNION Burgenland an einem landesweiten Projekt miteinander. Für beide ein Gewinn: Denn es gilt, vermehrt Frauen für Führungspositionen zu gewinnen.
Die Initiative bereitet Frauen und junge Mädchen auf diese verantwortungsvollen leitenden Aufgaben vor. Zahlreiche Workshops und Veranstaltungen wie Gesundheitstage werden angeboten. Die Themen Bewegung, Gesundheit und vor allem auch der Aspekt der Vernetzung stehen im Vordergrund. Leider herrscht noch immer Mangel an aktiven Frauen im organisierten Sport, da sich viele den Anforderungen noch nicht gewachsen fühlen. Dem wird durch den Erwerb einer hohen Fachkompetenz und einem vielfältigen Know-How entgegengewirkt und die Position der Frauen im organisierten Sport gestärkt: Denn frauenfreundliche Vereine weichen Zugangsbarrieren auf und bieten ein enormes Potential für einen Mitgliederzuwachs. Diese Initiative von Frauen und für Frauen unterstützt dies, sorgt für einen Kulturwandel und macht das Vereinsleben für Frauen und Mädchen noch attraktiver.

Platz 2: Girls - Fit in die Lehre (ASKÖ)
Platz 3: Sportverein in Frauenhänden - Turnerschaft Deutschlandsberg

 

Top-Funktionärin 2012: Isabel Hochstöger

Seit es Isabel Hochstöger im Frauenfußball gibt, hat sich die Zahl der Mannschaften in ihrem Aufgabenbereich verfünffacht. Und auch die Anzahl der Spielerinnen hat sich signifikant erhöht. Dabei war diese Sportsparte bisher und zumeist eine Männerdomäne. Seit jedoch die Funktionärin mit am Werk ist, spielen in den Mannschaften statt 7.000 nun 17.000 Mädchen. Das Ressort, für das die Funktionärin des Jahres ihren Einsatz bringt, ist in der Direktion des ÖFB verankert.
Sie selbst war 13 Jahre lang in der Frauenliga aktiv. In dieser Zeit ist auch der  Erfolg einer Teilnahme am UEFA Women´s Cup beinhaltet. Weiters agierte sie auch nachhaltig als Nachwuchstrainerin auf Vereinsebene. Seit 2005 arbeitet die prämierte Funktionärin im Österreichischen Fußball-Bund. Sie gilt als Stütze im Verband. Als Anlaufstelle, wenn neue Motivation gefragt ist. Und als Initiatorin und Unterstützerin vieler Neuerungen. Dazu zählen die  Bundesländernachwuchsmeisterschaften U14 und U16, die Installierung einer weiteren Nachwuchsnationalmannschaft und ein gutes Trainerfördersystems. Dass es auch Mädchenfußball an Schulen gibt, ist ihr ebenfalls mit zu verdanken.

Platz 2: Elisabeth Mayer (ASKÖ)
Platz 3: Eveline Diem (Ringsport)

 

Top-Funktionär 2012: Johann Hörzer

Der Sieger in der Kategorie „Funktionär des Jahres 2012“ heißt Johann Hörzer. Er ist seit 40 Jahren in und um den Wintersport tätig, rund 200 Tage jährlich unterwegs und reist 50.000 Kilometer. In seiner Verantwortung liegt der Nachwuchsbereich bis zum Mastersrennsport.
Seit 17 Jahren ist er Vizepräsident im Steirischen Skiverband und verantwortlich für den Nordischen Bereich. Als Vorstandsmitglied im Österreichischen Skiverband, wo er mittlerweile auch tätig ist, bringt er seine aus den vielfältigen Aufgaben resultierenden Erfahrungen versiert ein. Dazu zählen zehn Jahre Trainer, 30 Jahre Obmann des Skiclub Admont und 35 Jahre Kampfrichter, unter anderem mit vier FIS-Rennen und acht Alpin-Rennen,  und über 20 Internationale Veranstaltungen im Nordischen Bereich.
Ein Themenschwerpunkt seiner vielfältigen Tätigkeiten war auch die Umsetzung des Sportstättenkonzeptes, bei dem unter anderem als technische Innovation Sprungschanzen mit Mattenbelegung versehen wurden. Durch die Initiative in der Steiermark und gemeinsam mit den Vereinen, die über 30.000 freiwillige Arbeitsstunden leisteten, wurde eine Kostenreduzierung um 50 Prozent erreicht. Doch auch im internationalen Geschehen mischt er mit und stellt seine Kompetenz als Technischer Delegierter im Langlauf immer wieder zur Verfügung.

Platz 2: Christian Breitschädel (Orientierungslauf)
Platz 3: Peter Krappel (Basketball)

 

Top-Sportverein 2012: HC Alpla Hard

Der Gewinner in der Kategorie „Sportverein 2012“ ist der Handballverein HC Alpla Hard. Zwar wurde dieser Verein erst 1986 gegründet, doch seit er 1998 die höchste Spielklasse im Handball erreichte, verließ er diese danach nicht mehr. Vielmehr ging es bergauf: Der Sportverein wurde Österreichischer Meister 2002/2003, was er in der Saison 2011/2012 wiederholte. Dazwischen lagen Erfolge wie die Teilnahme an der Handball Championsleague 2003/2004, Finalist im europäischen Challengecup 2008 und auch als Cupsieger 2005 und 2008.
In Vorarlberg wird dieser Sportverein heiß geliebt und den Spielern in den Medien attestiert, „eine Generation mit enorm viel Talent“ zu sein. Daran ist zu sehen, dass sich die Betreuung der über 250 Jugendlichen bestens auszahlt. Viele Nationalspieler wie Bernd Friede und Dominik Schmid gingen aus dem Team hervor. Robert Weber zählt ebenfalls dazu und spielt derzeit als Handballprofi bei Magdeburg in der deutschen Bundesliga. Nationale und internationale Erfolge und der starke Fokus auf die eigene Jugendarbeit ließen deshalb die Wahl auf die „Roten Teufel vom Bodensee“ fallen.

Platz 2: Zehnkampf-UNION
Platz 3: ASV Pressbaum (ASVÖ)