Die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) ist die Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports in Österreich.

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GewinnerInnen 2017

Fotos der BSO Cristall Gala 2017 finden Sie zur honorarfreien Verwendung in Zusammenhang mit der Berichterstattung über die BSO Cristall Gala 2016 und der Anführung des Copyrights „BSO/RGE-Media“ auf https://www.picdrop.de/rge-photo/LNFwXiKe4g

 

Top-Sportverein 2017

1. Platz: Inline Skate Verein „Tigers“ Stegersbach

Seit der Gründung im Jahre 1997 wurde kontinuierlich an der sportlichen und infrastrukturellen Weiterentwicklung des Vereins aus dem Burgenland gearbeitet – und das mit großem Erfolg. 250 aktive Mitglieder haben seither in dem in der Region äußerst populären „Tigers Cage“ ihre Heimstätte gefunden. Der „Tigers Cage“ ist die moderne Heimspielstätte des Inline Skate Vereins „Tigers“ Stegersbach und zugleich das Bundesleistungszentrum für Inline Skaterhockey. Absolute Priorität genießt in diesem Verein die gezielte Jugendarbeit und Nachwuchsförderung. Kooperationen mit Schulen und Kindergärten aus dem Burgenland und der Steiermark stehen an der Tagesordnung und sorgen für einen ungebrochenen Zulauf an jungen hungrigen Skaterinnen und Skatern und für eine hohe Auslastung der Halle in Stegersbach. Zudem werden Projekte zur Förderung der Gleichberechtigung von Mädchen und Burschen im Sport und auch Projekte zur Integration von Kindern mit Migrationshintergrund initiiert und umgesetzt. Um möglichst gut und professionell mit den Sportlerinnen und Sportlern zu arbeiten, werden alle Mannschaften (U10, U13, U16, U19, 2 Landesliga Mannschaften und die Kampfmannschaft) ausschließlich von staatlich ausgebildeten Trainerinnen und Trainern trainiert. Ein Qualitätskriterium, das sich der Verein selbst auferlegt hat. So viel Weitblick und Engagement zahlt sich auch sportlich aus: Österreichischer Staatsmeister 2016 & 2017 in der allgemeine Klasse.

2. Platz: Sport- und Kulturverein FC-Donald

3. Platz: SV Schwarzach

 

Frauen-Power Projekt 2017

1. Platz: ÖFB Frauen-Nationalteam

Groß war bereits die Freude, als sich im Oktober 2016 das Frauen-Fußball-Nationalteam erstmals für eine Europameisterschafts-Endrunde qualifizieren konnte. Was jedoch dann heuer, im Sommer 2017, in den Niederlanden passieren sollte, wagten im Vorfeld nicht einmal die kühnsten Optimisten für möglich zu halten: Das ÖFB Frauen-Nationalteam rund um Trainer Domink Thalhammer sorgte für ein Sommermärchen, das das ganze Land, und zwar Frauen wie auch Männer, in Euphorie versetzte. Nach einem hart erkämpften 1:0 Sieg gegen die Schweiz, dem famosen 1:1 gegen den Favoriten Frankreich und einem souveränen 3:0 Sieg gegen Island beendeten die bravourös aufspielenden Österreicherinnen die Gruppenphase als ERSTE. Das Team um Kapitänin Viktoria Schnaderbeck eroberte die Herzen der Fans in Österreich mit unbändigem Willen, Leidenschaft, Freude und bedingungslosem Einsatz im Sturm. Die Euphorie kannte plötzlich keine Grenzen mehr. Unglaubliche 1,2 Millionen Fußballfans drückten den Damen im Viertelfinal-Krimi gegen Spanien vor den Fernsehschirmen die Daumen – ein Rekord für ein Frauenfußballspiel. Und die ZuschauerInnen wurden belohnt: Die ÖFB-Auswahl setzte sich gegen den Weltranglisten-13. Spanien nach torlosen 120 Minuten im Elfmeterschießen mit 5:3 durch und war damit unter den besten vier Teams Europas. Und das beim allerersten Antreten bei einer EM-Endrunde. Ein unglaublicher, ein phantastischer, ein mit viel Power erarbeiteter Erfolg. Erst im Elfmeterschießen des Halbfinales gegen Dänemark endet das zweiwöchige Sommermärchen dieser sympathischen und außergewöhnlichen Truppe. Trotz dieses unglücklichen Ausscheidens und des damit verpassten Final-Traumes sind sich alle ExpertInnen bis heute einig – diese Mannschaft hat Geschichte geschrieben.

2. Platz: Mamanet Austria

3. Platz: Austrian Olympic Judo Girls

 

Top-Funktionärin 2017

1. Platz: Kerstin Govekar (Rollstuhltanzen)

Bereits im Jahr 2004 entwickelte die ehemalige Amateur-Turniertänzerin gemeinsam mit dem Klinikum Chemnitz Projekte für das Rollstuhltanzen in Deutschland. Nach ihrem Umzug von Sachsen nach Salzburg musste sie feststellen, dass der Stellenwert des Rollstuhltanzens in Österreich weit unter der öffentlichen Wahrnehmungsgrenze war. Seit damals setzte sie sich vehement für die Entwicklung, Anerkennung und Aufnahme des Rollstuhltanzens als Sportart im Österreichischen Behindertensportverband ein. Gemeinsam mit ihrem Mann, Diethard Govekar, etablierte sie diese Sportart zuerst in Salzburg durch die Gründung des „Salzburger Rollstuhltanzsportverein WheelChairDancers“. Von Salzburg aus setzte sich Rollstuhltanzen schlussendlich auch in ganz Österreich durch. Derzeit ist Österreich aus der internationalen Weltspitze im Para Dance Sport nicht mehr wegzudenken. Ohne das Engagement, ihr Herz und ihre Hartnäckigkeit bei der Umsetzung der Interessen des Rollstuhltanzsports würde diese inklusive Sportart in Österreich gar nicht oder zumindest nicht so erfolgreich existieren. Ein Impuls von außen kann auch im Sport Großartiges bewirken.

2. Platz: Eva Pauschenwein (Karate)

3. Platz: Silvia Ehrengruber (Judo)

 

Top-Funktionär 2017

1. Platz: Hubert Lang (Leichtathletik)

Mit seinem hohen Fachwissen und großen Engagement hat der heute pensionierte Lehrer als Trainer, Obmann, Organisator und Funktionär die österreichische Leichtathletik in all ihren Facetten über die letzten Jahrzehnte geprägt. Das breite Engagement in der Leichtathletik hat seine Wurzeln in Langs Heimatgemeinde Natternbach. Denn dort hat er 1978 als 24-Jähriger eine eigene Sektion Leichtathletik gegründet, die heutige Sportunion IGLA long life. Als Vereinsobmann und langjähriger Sektionsleiter hat er mit dem Silvesterlauf – zuerst in Natternbach, mittlerweile in Peuerbach – eine international beachtete Großveranstaltung ins Leben gerufen und etabliert. Als Präsident des Oberösterreichischen Leichtathletik-Verbands gelang es ihm, mit einem engagierten Team, das Leichtathletik-Bundesleistungszentrum Linz zu einem erfolgreichen Trainings- und Wettkampf-Stützpunkt zu entwickeln. Mit der Eröffnung des Hallenprojekts „Original Kornspitz Leichtathletik-Zentrum Sportland Österreich“ am 07.07.2017, bei der Hubert Lang von der Planung bis zur Umsetzung federführend beteiligt war, realisierte er einen lang gehegten Traum und setzte einen weiteren Meilenstein für die Entwicklung in der österreichischen Leichtathletik.

2. Platz: Franz Heher (ASKÖ)

3. Platz: Manfred Hausberger (Judo)

 

Top-Trainer 2017: Dominik Thalhammer (Fußball)

Dominik Thalhammer kam 2011 in den ÖFB und hat sich sofort mit vollem Engagement dem Frauenfußball gewidmet. Seiner Persönlichkeit und seiner Kompetenz als Trainer und Teamchef ist es zu verdanken, dass das Nationale Zentrum für Frauenfußball in St. Pölten exzellente Arbeit leistet und dadurch große sportliche Erfolge erzielt werden. Ein untadeliger Charakter und ein sympathisches Auftreten zeichnen ihn aus, ebenso wie seine hervorragende konsequente und hochprofessionelle Mitarbeit in allen Belangen der Sportdirektion. Seine Erfolge können sich sehen lassen: erstmalige Qualifikation zur EM 2013 mit dem ÖFB-U17-Frauennationalteam, erstmalige Qualifikation zur EM 2017 mit dem ÖFB-Frauennationalteam sowie der unvergessliche 3. Platz bei der UEFA Women´s EURO 2017 mit dem ÖFB-Frauennationalteam.

 

Top-Sportbotschafter 2017: Peter Kleinmann (Volleyball)

In diesem Jahr ging eine Ära zu Ende: Peter Kleinmann stand 16 Jahre dem Volleyball Verband als Präsident vor. Als er den Verband übernahm, hatte dieser mit Schulden zu kämpfen und war sportlich erfolglos. Kleinmanns Plan hatte zum vorrangigen Ziel, Volleyball populärer zu machen. Dazu holte er Volleyball-Großevents nach Österreich und verbesserte die Infrastruktur. Das Ergebnis waren etliche Medaillen und ein aufstrebender Verband. Nebenbei setzte sich Kleinmann immer für die Anliegen des Sports allgemein ein und predigte unermüdlich die Wichtigkeit von Sport und Bewegung für Kinder. In seiner Zeit als Vizepräident der BSO von 2010-2013 zeichnete sich Kleinmann vor allem durch seinen Einsatz im Rahmen der Initiative für die „tägliche Turnstunde“ aus. Durch seine Kontakte und sein enormes persönliches ehrenamtliches Engagement erfuhr diese Initiative ein großes Medienecho. 150.000 Unterschriften und eine Umsetzung der täglichen Bewegungseinheit vor kurzem waren der Lohn. Kleinmann ließ sich von seinem Weg nie abbringen und kämpfte für wichtige Themen mit Emotion und Nachdruck. Der Sport hat ihm viel zu verdanken.