Struktur und Organisation

Rechtliche Grundlagen

Angelegenheiten des Sports fallen in die verfassungsrechtliche Kompetenz der Bundesländer. Der Bund nimmt in erster Linie eine Förderkompetenz wahr, welche sich auf Artikel 17 des Bundesverfassungsgesetzes („Privatwirtschaftsverwaltung“) stützt.

Die einfachgesetzliche Grundlage der Sportförderung durch den Bund bildet ab 01.01.2014 das Bundes-Sportförderungsgesetz 2013 sowie das Glücksspielgesetz in der geltenden Fassung.

Hier finden Sie das Bundes-Sportförderungsgesetz

Staatlicher und nicht-staatlicher Bereich

In Österreich sind einerseits staatliche Institutionen für Agenden des Sport zuständig, die wiederum auf Bundes- sowie auf Länderebene agieren, und andererseits nicht-staatliche Organisationen, wie zum Beispiel die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO), das Österreichische Olympische Comité (ÖOC), die Vereine und Verbände.

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Im staatlichen Bereich sind auf Bundesebene das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport (BMLVS) sowie das Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) und das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) für die verschiedenen Aufgabenbereiche des Sports zuständig. Darüber hinaus können einzelne sportspezifische Bereiche auch in den Kompetenzbereich anderer Bundesministerien fallen (so etwa Jugend & Sport, Gewaltprävention bei Sportgroßveranstaltungen, etc.).

Da gemäß Artikel 15 B-VG Agenden des Sports in den verfassungsrechtlichen Wirkungsbereich der Bundesländer fallen, sind darüber hinaus neun Landessportdirektionen eingerichtet.

Das BSFG 2013 sieht die Einrichtung des Bundes-Sportförderungsfonds vor. Dieser ist ein selbstständiger Rechtsträger und eine Einrichtung für den österreichischen Sport. Aufgaben des BSFF sind die Vergabe, Abwicklung sowie die Basiskontrolle der Förderungen gem. §§ 7 bis 19 BSFG 2013 einschließlich der Abhaltung der Verbandsgespräche, die Wahrnehmung von Aufgaben, die vom Bundesminister für Landesverteidigung und Sport beauftragt werden, sowie die Koordination des bundesweiten Netzwerks zur Bewegungsförderung in Österreich.

Das Leitungsorgan des BSFF ist die Bundes-Sportkonferenz, die aus elf Mitgliedern besteht, wobei drei Mitglieder vom BMLVS und acht Mitglieder von der BSO bestellt werden.

Die Österreichische Bundes-Sportorganisation ist die nicht-staatliche Dachorganisation des österreichischen Sports und koordiniert Angelegenheiten des Sports mit den dafür zuständigen staatlichen Stellen.

Die ordentlichen Mitglieder des BSO sind die drei Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und Sportunion, die derzeit 60 anerkannten Fachverbände sowie der Österreichische Behindertensportverband, das Österreichische Olympische Comité, das Österreichische Paralympische Committee und die Special Olympics.

Außerordentliche Mitglieder sind die Bundesländer, soweit sie ihre Mitgliedschaft erklären sowie gesamtösterreichische Verbände von besonderer Bedeutung (z. B. Österr. Betriebssportverband, Österr. Heeressportverband, etc.).

Die ordentlichen Mitglieder besitzen ein Stimmrecht in den einzelnen Gremien der BSO, wie der Österreichischen Sportversammlung, dem Österreichischen Sportrat und dem Österreichischen Sportfachrat.