Die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) ist die Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports in Österreich.

Handlungsempfehlungen für TrainerInnen

Berührungen gehören in vielen Sportarten zum Trainings- und Wettkampfalltag: Sicherung und Unterstützung, aber auch Ausdruck der Anerkennung und Aufmunterung sind Teil des Sportalltags. Die Körperlichkeit im Sport stellt für TrainerInnen eine besondere Herausforderung dar. Einerseits können Körperkontakt und Nähe motivierende, verbindende und unterstützende Faktoren sein, andererseits können dadurch auch verfängliche Situationen entstehen, die Raum für falsche Einschätzungen oder Anschuldigungen geben. Zudem können TrainerInnen auch Vertrauenspersonen sein, an die sich junge Menschen mit Problemen wenden und Unterstützung suchen.

Die BSO hat mit ihrem 5-Punkte-Programm zur Prävention sexualisierter Gewalt im Sport für das Jahr 2019 einen Schwerpunkt auf den Bereich TrainerInnen gelegt. In der Handreichung "Für Respekt und Sicherheit. Gegen sexualisierte Übergriffe im Sport" werden bereits die Hintergründe erläutert und zahlreiche Tipps gegeben (Seite 32-35). Ziel ist es, bis Ende 2019 diese Handlungsempfehlungen für TrainerInnen in Zusammenarbeit mit 100% Sport, "die möwe", weiteren ExpertInneneinrichtungen sowie Personen aus dem Feld (ÜbungsleiterInnen, InstruktorInnen, TrainerInnen) zu konkretiesieren, auszuarbeiten und zur Verfügung zu stellen.

Am 21. März 2019 fand dazu in Wien ein Austauschtreffen zwischen Personen aus dem Sport (ÜbungsleiterInnen, InstruktorInnen, TrainerInnen, BetreuerInnen) sowie BeraterInnen aus dem psychosozialen Beratungsbereich statt. In einem partizipativen und abwechslungsreichen Vormittag tauschten sich die TeilnehmerInnen zu den Bereichen Emotion & Körperkontakt, Verdacht & Anlass, Settings & Dynamiken aus. Die Ergebnisse fließen in die Formulierung von Handlungsempfehlungen für TrainerInnen.