Die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) ist die Interessenvertretung und Serviceorganisation des organisierten Sports in Österreich.

Pilot Projects, Preparatory Actions

Mit Pilotprojekten und Vorbereitenden Maßnahmen werden außerhalb der Erasmus+ Förderschiene relativ kurzfristig und unbürokratisch Projekte direkt von der Europäischen Kommission gefördert, um zu testen, ob zukünftig Maßnahmen im jeweiligen Bereich erforderlich sind bzw. um künftige EU-Politiken, -Vorschriften und -Programme vorzubereiten. Damit können Maßnahmen unterstützt werden, für die es nicht möglich ist durch bereits bestehende Förderschienen eine direkte Finanzierung zu erhalten.
Pilotprojekte werden i.d.R. für 2 Jahre, Vorbereitende Maßnahmen für 3 Jahre gefördert. Bei diesen Projekten sind – im Gegensatz zu den Erasmus+ geförderten Projekten – zumeist keine Projektpartner erforderlich.

2018 beispielsweise gab es drei Calls im Bereich der Integration von Flüchtlingen im/durch Sport (von 100 Einreichungen wurden 24 ausgewählt und gefördert, siehe https://ec.europa.eu/sport/news/2018/results-published-call-proposals-sport-tool-integration-and-social-inclusion-refugees_en), dem Austausch/Mobilität im Sport und der Werteförderung auf kommunaler Ebene.

Für 2019 sind Seitens des Europäischen Parlaments Pilotprojekte in drei Bereichen ausgerufen:

Diese wurden im Mai 2019 lanciert.

Weitere Informationen zu den Calls: https://ec.europa.eu/sport/calls_en

(Stand der Information: 29.05.2019)
 

Call for Proposal: Integration von Flüchtlingen im/durch Sport (Frist: 4. Juli 2019)

Die Europäische Kommission hat mit 20. Mai 2019 die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zum Thema "Sport als Mittel der Integration und sozialen Inklusion von Flüchtlingen" veröffentlicht. (EAC/S20/2019)
Mit dieser Aufforderung sollen rund 10 Projekte ausgewählt werden, die mit konkreten Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen durch Sport kofinanziert werden sollen. Im Gegensatz zu den Erasmus+ Sport-Aufforderungen, die von der EACEA durchgeführt werden, ist hier die Sportabteilung der Europäischen Kommission verantwortlich. Auch das Bewerbungsverfahren ist im Vergleich zu Erasmus+ Sport vereinfacht. Aktivitäten auf nationaler Ebene sind förderfähig, da für diesen Aufruf keine Partner benötigt werden! Die antragstellende Organisation muss seinen eingetragenen Rechtssitz in einem der EU-Mitgliedstaaten haben und die Tätigkeiten müssen auch in den EU-Mitgliedstaaten stattfinden.

Diese Aufforderung zielt darauf ab, Sportprojekte zu unterstützen, in deren Mittelpunkt die Integration von Menschen mit Fluchthintergrund steht, und wird über zwei Lose umgesetzt:

  • Mit Los 1 "Organisation sportlicher Aktivitäten zur Förderung der Integration und sozialen Eingliederung von Flüchtlingen" sollen neun Projekte mit je 200.000-300.000 € finanziert werden.
  • Mit Los 2 "Vernetzung und Verbreitung" ist geplant, ein Projekt mit 400.000-600.000 € zu finanzieren.

Eckpunkte:

  • Frist für die Einreichung von Anträgen: 4. Juli 2019 (12:00 Brüsseler Zeit) per elektronischem Antragsformular
  • Verfügbare Mittel: gesamt 2.900.000 €
  • Die EU kofinanziert max. 80 % der förderfähigen Kosten.

 

Dauer

Mindest-/Höchstbetrag

Voraussichtliche Anzahl
an finanzierten Projekten

Einreichfrist

Los 1

24-36 Monate
(zwischen 01.01.2020 und 31.12.2022)

200.000-300.000 EUR

9

04.07.2019,
12:00 Uhr
(Brüsseler Zeit)

Los 2

400.000-600.000 EUR

1


Weitere Informationen (Call for Proposal in Englisch, Zusammenfassung auch in Deutsch): https://ec.europa.eu/sport/calls/call-proposals-sport-tool-integration-and-social-inclusion-refugees_en

Call for Proposal: Austausch und Mobilität im Sport (Frist: 11. Juli 2019)

Die Europäische Kommission hat mit Ende Mai 2019 die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zum Thema "Austausch und Mobilität im Sport" veröffentlicht. (EAC/S23/2019)
Mit dieser Aufforderung sollen voraussichtlich 9 Projekte ausgewählt werden, die Personal von Sportorganisationen eine Möglichkeit zur Stärkung ihrer Kompetenzen und zum Erwerb neuer Fähigkeiten durch Lernmobilität bieten. Für diesen Aufruf werden neben der antragstellenden Organisationmindestens zwei Partner aus EU-Mitgliedsstaaten und ein Partner aus einem westlichen Balkanstaat, einem Land der östlichen Partnerschaft, Asien, Lateinamerika oder Afrika (je nach Los) benötigt. Die antragstellende Organisation muss seinen eingetragenen Rechtssitz in einem der EU-Mitgliedstaaten haben.

Diese Aufforderung zielt auf Projekte ab, die sich an die Zielgruppe der TrainerInnen und anderem Personal von Sportorganisationen im professionellen Sportbereich oder dem Breitensport richten (nicht an SportlerInnen), und wird über fünf Lose umgesetzt:

  • Los 1: Zusammenarbeit mit dem Westbalkan
  • Los 2: Zusammenarbeit mit der Östlichen Partnerschaft
  • Los 3: Zusammenarbeit mit Asien
  • Los 4: Zusammenarbeit mit Lateinamerika
  • Los 5: Zusammenarbeit mit Afrika

Eckpunkte:

  • Frist für die Einreichung von Anträgen: 11. Juli 2019 (12:00 Brüsseler Zeit) per elektronischem Antragsformular
  • Voraussichtliche Anzahl der geförderten Projekte: 9 Projekte (grundsätzlich und je nach Qualität, mind. 1 pro Los)
  • Verfügbare Mittel: gesamt 1.400.000 €
  • Höchstbetrag: je 200.000 €
  • Die EU kofinanziert max. 80 % der förderfähigen Kosten.
  • Durchführungszeitraum: zwischen 01.01.2020 und 31.12.2021
  • Dauer/Projektlaufzeit: 6-24 Monate

Weitere Informationen (Call for Proposal in Englisch, Zusammenfassung auch in Deutsch): https://ec.europa.eu/sport/calls/exchanges-and-mobility-sport_en
 

Call for Proposal: Betreuung radikalisierungsgefährdeter junger Menschen in Sportprojekten (Frist: 23. Juli 2019)

Die Europäische Kommission hat mit Ende Mai 2019 die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen zum Thema "Aufsicht und Betreuung für radikalisierungsgefährdete junge Menschen im Rahmen von Sportprojekten" veröffentlicht. (EAC/S19/2019)
Mit dieser Aufforderung sollen ungefähr 7 Projekte ausgewählt werden, die von Sportorganisationen organisiert werden, die mit Behörden, lokalen Akteuren und der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Der Schwerpunkt dieser Maßnahme liegt auf der Prävention von Radikalisierung. Im Gegensatz zu den Erasmus+ Sport-Aufforderungen, die von der EACEA durchgeführt werden, ist hier die Sportabteilung der Europäischen Kommission verantwortlich. Auch das Bewerbungsverfahren ist im Vergleich zu Erasmus+ Sport vereinfacht. Für diesen Aufruf werden keine Partner benötigt, jedoch müssen die Aktivitäten in mindestens fünf verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten stattfinden! Die antragstellende Organisation muss seinen eingetragenen Rechtssitz in einem der EU-Mitgliedstaaten haben.

Eckpunkte:

  • Frist für die Einreichung von Anträgen: 23. Juli 2019 (12:00 Brüsseler Zeit) per elektronischem Antragsformular
  • Voraussichtliche Anzahl der geförderten Projekte: 7 Projekte
  • Verfügbare Mittel: gesamt 1.900.000 €
  • Mindest-/Höchstbetrag: je 150.000-350.000 €
  • Die EU kofinanziert max. 80 % der förderfähigen Kosten
  • Durchführungszeitraum: zwischen 01.01.2020 und 31.12.2022
  • Dauer/Projektlaufzeit: 24-36 Monate

Weitere Informationen (Call for Proposal in Englisch, Zusammenfassung auch in Deutsch): https://ec.europa.eu/sport/calls/call-proposals-monitoring-and-coaching-through-sports-youngsters-risk-radicalization_en