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Sports in Österreich.

IOC Weltfrauenkonferenz 2012

5. IOC Weltkonferenz „Frauen und Sport“ stand ganz unter dem Zeichen „Zusammen stärker“!

700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten eine breite mediale Berichterstattung über Frauen im Sport

Von 16.-18. Februar 2012 fand in Los Angeles die 5. Welt - Frauenkonferenz des Internationalen Olympischen Komitees statt. Unter dem Motto „Together stronger“ kamen 750 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem IOC, der Vereinten Nationen, nationaler Olympischer Komitees, internationaler und nationaler Verbände, NGOs und verschiedener Dachorganisationen, insgesamt aus 130 Ländern, zusammen. Aus Österreich nahm die Geschäftsführerin der BSO, Mag. Barbara Spindler, an der Konferenz teil.

Anita de Frantz, Vorsitzende der „IOC Women and Sport Commission“ betonte, dass sich in den letzten Jahren im Bereich des Frauensports bereits viel zum Positiven geändert habe, jedoch noch viel zu tun sei.

Oscar-Preisträgerin und Weltklasse Bogensportlerin Geena Davis, brachte in einem eindrucksvollen Statement Zahlen und Fakten über die Darstellung des Frauensports in den Medien sowie über die weiblichen Rollenklischees, die bereits in Zeichentrickfilmen für Kinder transportiert werden. „In den Vereinigten Staaten nimmt der Frauensport 1,1 % der Berichterstattung ein und das in einer Zeit, in der noch nie so viele Frauen und Mädchen im Sport aktiv waren. Diese Zahl muss sich ändern!“, so Geena Davis.

Traditionelle weibliche Rollenmodelle, die Nicht-Berichterstattung über sportliche Wettkämpfe und Erfolge von Frauen, die Sexualisierung und Verniedlichung von Athletinnen, der Respekt gegenüber Sportlerinnen sowie der sexuelle Missbrauch waren die zentralen Themen dieser Konferenz.

„Nixen, Pin-Ups, Girls, Babes, Beauties – diese stereotypen Bezeichnungen in der Berichterstattung über Sportlerinnen stehen beispielhaft für ein Frauenbild, das in der Sportberichterstattung nichts mehr verloren haben sollte. Jede Athletin hat ein Recht darauf, für ihre Leistungen respektiert zu werden. Diese Konferenz hat eindrucksvoll gezeigt, dass es gegen die Verniedlichung und Sexualisierung von Sportlerinnen bereits eine starke internationale Bewegung gibt.“ - so BSO GF Spindler. „In Österreich liegt der Anteil der Sportberichterstattung über Frauenwettkämpfe bei durchschnittlich 4 %, ich hoffe, dass sich auch bei uns diese Zahl nach oben verschieben wird!“, so Spindler.

Das IOC organisiert alle 4 Jahre eine Weltkonferenz zum Thema „Frauen und Sport“. Ein Ziel der Konferenz ist es, die Fortschritte zu evaluieren, die in der Olympischen Bewegung gemacht wurden, um das Engagement von Frauen im Sport, ob als Athletin, Funktionärin, Wissenschaftlerin, Journalistin, Trainerin oder Mitarbeiterin zu verbessern und den Anteil von Frauen in Führungspositionen im Sportbereich zu erhöhen.


Österreich war bei der Konferenz durch BSO GF Mag. Barbara Spindler vertreten, hier im Bild mit Raja Mattila, Präsidentin der IWG on Women and Sport.

Nähre Informationen finden Sie unter den folgenden Links: